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Preiskampf der Generikahersteller24.05.2006 Auf dem deutschen Generikamarkt kommt es früher als erwartet zu einem Preiskampf. Nachdem die Hersteller Hexal und Sandoz, die beide zum Schweizer Pharmakonzern Novartis gehören, am Mittwoch Preissenkungen angekündigt haben, hat auch Ratiopharm nachgezogen. Stada will ebenfalls Preissenkungen prüfen. Generika sind Nachahmungen von Medikamenten, bei denen der Patentschutz abgelaufen ist.Hintergrund der Preisdiskussion sind neue gesetzliche Regelungen, nach denen für besonders preisgünstige Medikamente künftig die Zuzahlungspflicht von Patienten entfällt. Nach den Bestimmungen müssen Patienten nicht mehr zahlen, wenn ihnen Präparate verordnet werden, deren Preise mindestens 30 Prozent unter den von den gesetzlichen Krankenkassen festgelegten Festbeträgen liegen. Mit Preissenkungen der Hersteller von Nachahmermedikamenten hatten Beobachter daher bereits gerechnet. Hexal hatte am Morgen zum 1. Juni "beträchtliche Preissenkungen im gesamten Produktprogramm" angekündigt. Auf Basis der aktuellen Verschreibungszahlen würden die Kassen durch die Senkung sogar rund 60 Millionen Euro pro Jahr einsparen, heißt es in der Mitteilung Unternehmens weiter. Bei Sandoz sollen die Preise von 270 Präparaten zum 1. Juni deutlich sinken, wodurch die Krankenkassen rund sieben Millionen Euro pro Jahr sparen könnten. Auch der Hersteller Ratiopharm, der zusammen mit Hexal und Stada rund 60 Prozent des deutschen Marktes beherrscht, will seine Preise nun zum 15. Juni deutlich senken. Somit entfalle die Zuzahlungspflicht für Patienten künftig, teilte das Unternehmen mit. Stada gab sich dagegen zurückhaltender. Noch seien die Informationen von Hexal "unscharf", sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Sobald klar sei, welche Medikamente von Hexal billiger würden, werde auch Stada die Preise seiner Produkte überdenken. Wegen der Zuzahlungsbefreiung rechnet Stada allerdings mit steigenden Absätzen. Nach Ansicht der im Deutschen Generikaverband zusammengeschlossenen kleineren Hersteller von Nachahmerpräparaten bevorzugen die neuen Regelungen die drei großen Hersteller. Ratiopharm, Hexal und Stada könnten die niedrigeren Listenpreise leicht kompensieren, weil zugleich die bisher üblichen Rabatte verboten würden. Generikahersteller dürfen Apotheken keine Gratispackungen mehr liefern, was unter den drei großen gängige Praxis war. Die im VFA forschenden Arzneimittel-Hersteller wollten indes keine Einschätzung über die Folgen der niedrigeren Generikapreise abgeben. Man werde sehen, ob und wie sich die Verschreibungspraxis der Ärzte und die Nachfrage der Patienten veränderten, sagte ein Sprecher lediglich. © ddp Anstieg der Verbraucherpreise schwächt sich ab24.05.2006 Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Mai offenbar etwas abgeschwächt. Das ergibt sich aus den Berechnungen der Bundesländer Sachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Als Grund nennen die Statistiker unter anderem eine leichte Entspannung bei den Energiepreisen. Auf Jahressicht wirken die Kosten für Benzin, Heizöl und Strom allerdings weiter preistreibend.In Baden-Württemberg betrug die Teuerung im Mai nach Angaben des Statistischen Landesamtes 0,1 Prozent auf Monatssicht und 1,9 Prozent auf Jahressicht. Im April hatte die Behörde noch eine Inflation von 0,4 Prozent gegenüber März und 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet. Weit überdurchschnittlich verteuerten sich gegenüber Mai 2005 Haushaltsenergien mit einem Plus von 13,6 Prozent. Besonders um 32,8 Prozent höhere Kosten für Heizöl belasteten die Budgets der Haushalte. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen zeichnet das Statistische Landesamt ein ähnliches Bild. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent und auf Jahressicht um 1,7 Prozent, vor allem aufgrund höherer Energiekosten. Im April hatte die Behörde eine Inflation von 0,3 Prozent auf Monats- und 1,9 Prozent auf Jahressicht festgestellt. Auch in Sachsen wirkten die Energiepreise nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes preistreibend. Gegenüber April stellten sie ein Plus von 0,3 Prozent fest und gegenüber dem Vorjahresmonat von 2,5 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als im April. In Brandenburg stiegen die Verbraucherpreise nach Angaben der dortigen Behörde von April auf Mai um 0,1 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,3 Prozent. Im April hatten die Statistiker Teuerungsraten von 0,4 und 2,5 Prozent festgestellt. Die bundesweite Teuerungsrate auf der Grundlage der Daten aus sechs Bundesländern veröffentlicht das Statistische Bundesamt voraussichtlich am Freitag. Im April hatte die Jahresrate 2,0 Prozent betragen. © ddp Leistung des Kernkraftwerks Brokdorf wird erhöht24.05.2006 Der Energiekonzern E.ON darf die Leistung des Kernkraftwerks Brokdorf in Schleswig-Holstein steigern. Das Kieler Sozialministerium genehmigte die geplante Erhöhung der thermischen Leistung von 3765 auf 3900 Megawatt. Es bestehen keine sicherheitstechnischen Bedenken, wie das Ministerium am Mittwoch mitteilte.Bei Ausschöpfung der Steigerung dürfte die zulässige Reststrommenge bereits im Sommer 2018 erreicht werden. Mit der bisherigen Nennleistung hätte das Kernkraftwerk voraussichtlich noch bis zum Jahreswechsel 2018/2019 betrieben werden können. Nach Angaben des Deutschen Atomforums hat das bei Hamburg gelegene Kernkraftwerk im vergangenen Jahr weltweit den meisten Strom erzeugt. Insgesamt wurden dort knapp zwölf Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. © ddp |




















