Archiv Bauen & Wohnen
Archiv WirtschaftSEITE 10
Seiten: | 1 | | 2 | | 3 | | 4 | | 5 | | 6 | | 7 | | 8 | | 9 | | 10 |
| 11 | | 12 | | 13 |
Engpässe bei der Spargelernte24.05.2006 Erstmals sind in dieser Saison in Niedersachsen Spargelfelder nicht abgeerntet worden. Mitverantwortlich dafür waren Engpässe durch fehlende ausländische Saisonkräfte, wie der Geschäftsführer der Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgebervereinigung, Peter Zanini, am Mittwoch in Hannover sagte. Zudem habe die Witterung den Spargel außergewöhnlich schnell wachsen lassen.In vielen Betrieben mangelte es den Angaben zufolge an Arbeitskräften, wodurch sich die Erntesituation verschärfte. "Deutsche Arbeitslose als Spargelstecher auf die Felder schicken zu wollen, bleibt ein schwieriges Unterfangen", sagte Zanini. Trotz erheblicher Vermittlungsbemühungen und Trainingsmaßnahmen hätten die meisten deutschen Helfer nach wenigen Tagen aufgegeben. "Ich kenne keinen Berufskollegen, der die versprochenen zehn Prozent erhalten hat", sagte Dietrich Paul von der Vereinigung der Spargelanbauer in Niedersachsen, die über 700 Spargelbauern vertritt. Meist hätten sich die Bauern vergeblich um deutsche Arbeitskräfte bemüht. Von denjenigen, die sich freiwillig für die schwere Arbeit gemeldet hätten, seien nur noch einige hoch motivierte geblieben. Viele hätten die deutschen Arbeitslosen von Vornherein für leichtere Arbeiten im Verkauf und bei der Verpackung eingeteilt, um Probleme zu vermeiden. Der Trend zu immer mehr Ausländerbeschäftigung in der Landwirtschaft sei aber gebrochen, sagte Götz von Einem, Geschäftsführer bei der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. "Wir verzeichnen erfreulich viele Einstellungen von deutschen Saisonkräften", sagte von Einem. Seit März seien rund 800 Arbeitslose an die Landwirte vermittelt worden. Im vergangenen Jahr seien es nur 200 gewesen. Die Zahl der ausländischen Saisonarbeiter sei von 38 500 auf 32 000 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Noch haben sich die Engpässe bei den Erntehelfern nicht auf die Größe der Anbaufläche ausgewirkt. Mit rund 4650 Hektar sei Niedersachsen auch 2006 das Spargelland Nummer eins in Deutschland, sagte Paul. Die Fläche sei gegenüber dem Vorjahr um fast elf Prozent ausgeweitet worden. Zurzeit müssten die Liebhaber des Edelgemüses zwischen fünf und sechs Euro pro Kilo bezahlen. Damit die Spargelpflanzen sich bis zur nächsten Ernte im Frühjahr 2007 regenerieren könnten, ende die Spargelsaison am Johannistag, dem 24. Juni. © ddp Boeing will Satelliten für Galileo bauen16.06.2008 Der US-Luftfahrtkonzern Boeing erwägt ein Angebot für den Bau der Satelliten für das EU-Navigationssystem Galileo. \"Boeing ist in laufenden Gesprächen in Hinblick auf eine mögliche Beteiligung am Galileo-Projekt involviert\", sagte eine Sprecherin des Unternehmens dem \"Handelsblatt\". Damit wäre der US-Konzern neben den deutschen Anbietern EADS-Astrium und dem Bremer Technologiekonzern OHB der dritte Bieter für das Projekt.Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, erklärte Boeing. Branchenkreise gehen dem \"Handelsblatt\" zufolge aber fest davon aus, dass der US-Luftfahrtkonzern Ende des Monats ebenso wie die deutschen Konkurrenten eine Interessenbekundung bei der EU einreichen werden. Danach könnte ein konkretes Angebot folgen. Die Kommission schreibt das Projekt neu aus, nachdem der Aufbau über ein europäisches Industriekonsortium unter Beteiligung der EADS im vergangenen Jahr gescheitert war. Der Bau der knapp 30 Positionssatelliten macht dem \"Handelsblatt\"-Bericht zufolge ungefähr ein Drittel des Gesamtetats von bislang 3,4 Milliarden Euro aus. Ab 2013 soll das System der Europäer dem US-System GPS Konkurrenz machen und eine deutlich genauere Positionsbestimmung ermöglichen. Nach früheren Plänen hätte Galileo bereits 2009 einsatzbereit sein sollen. Das ehrgeizige Projekt erlitt in den vergangenen Jahren aber immer wieder Rückschläge, weil sich die Industrie nicht wie erhofft an den Kosten für den Aufbau beteiligte. Die EU-Regierungen beschlossen deshalb im vergangenen Herbst, den Aufbau des Systems ausschließlich aus dem EU-Budget zu finanzieren. AFP Weltgrößter Versicherer AIG entlässt Chef wegen Finanzkrise16.06.2008 Die Auswirkungen der Finanzkrise haben den Chef des weltgrößten Versicherers American International Group (AIG) seinen Posten gekostet. Der AIG-Verwaltungsrat entließ Vorstandschef Martin Sullivan, wie das Unternehmen mitteilte. Als Nachfolger ernannte das Gremium den bisherigen Verwaltungsratschef Robert Willumstad. AIG hat mit den Folgen der Finanzkrise zu kämpfen: Faule Kredite in den Büchern des Unternehmens verloren sehr viel deutlicher als erwartet an Wert.Die US-Börsenaufsicht SEC ermittelt zudem, ob einige Finanzprodukte durch Buchhaltungsfehler überbewertet wurden. Willumstad kündigte eine strengere Aufsicht und eine \"tiefgehende strategische und betriebliche Prüfung\" der AIG-Geschäfte an. AFP |




















