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Knallig und strukturreich

18.04.2006 Die Bundesbürger werden bei der Fliesenauswahl mutiger. "Man traut sich bei der Gestaltung wieder etwas mehr", sagt Heike Kappelt, Sprecherin des Deutschen Industrieverbands Keramische Fliesen und Platten. So seien knallige Farben für Wand und Boden wieder gefragt.
Mutige Heimwerker haben laut der Fachfrau zunehmend mehr Möglichkeiten. Wer will, kann nicht nur mit kräftigen Farben, sondern auch mit neuen Strukturen spielen. So sind Fliesen mit Schiefer-, Textil- oder gar Holzoptik erhältlich. Dadurch würden Einrichtungsgegenstände vielfach eine völlig neue Wirkung erhalten. "Die Vorzüge der Keramik lassen sich so mit der Anmutung des anderen Materials kombinieren", sagt Kappelt. Das sei gerade bei Marmor ein groáer Vorteil. Fliesen sind langlebig, farb-, lichtecht und in der Regel gut zu reinigen. Hergestellt werden sie aus gemahlenem Ton, Kaolin, Quarz, Feldspat und weiteren mineralischen Zusätzen. Doch Fliese ist nicht gleich Fliese. Unterschieden werden im Wesentlichen Produkte aus Steingut, Steinzeug und Feinsteinzeug. "Steingutfliesen sind glasierte keramische Fliesen, die eine geringe Abriebfestigkeit haben und für den Innenraum geeignet sind", sagt Markus Kohl, Leiter der Fachgruppe Fliesen- und Plattenverlegegewerbe im Baugewerbeverband Rheinhessen-Pfalz. Sie würden daher vorzugsweise an der Wand im Bad eingesetzt. Robuster und damit auch für den Boden geeignet sind feinporige Steinzeug- und die noch kompakteren Feinsteinzeugfliesen. Wo die Fliesen eingesetzt werden können, verrät die so genannte Abriebklasse. "Die höchste Stufe V ist für öffentliche Gebäude, geeignet", erläutert Kohl. Wenngleich die Klasse III für Bäder reiche, setze sich Klasse IV zusehends durch. Doch Vorsicht: Die Abriebfestigkeit sagt nichts darüber aus, ob die Fliese unbeschadet bleibt, wenn etwas auf den Boden fällt. "Auch eine Fliese der Klasse V kann eine Macke bekommen," sagt Kohl. Wie gut die Qualität einer Fliese ist, lässt sich dem Fachmann zufolge beim Kauf nur schwer erkennen. Unterschiede würden erst beim Verlegen deutlich. So sind hochwertige Fliesen nur schwer zu schneiden oder zu brechen. Auch wie die gewählte Fliese letztlich im heimischen Bad oder Wohnzimmer wirkt, ist im Geschäft schwer abschätzbar. Kohl empfiehlt daher, sich vom Fachhändler beraten und eine Mustertafel oder ein Paket mitgeben zu lassen. Ist das nicht machbar, rät Kohl - wenn die Möglichkeit besteht - sich das Produkt in 3D-Wirkung auf einem Computer präsentieren zu lassen. Hat man sich für eine Fliese entschieden, sollte bei einer Verlegung durch den Profi mit rund fünf Prozent Verschnitt kalkuliert werden. "Wer selbst ans Werk gehen will, rechnet zehn Prozent", empfiehlt Kohl. Darüber hinaus sei etwa ein halbes Paket als Reserve für die Zukunft ratsam.
© ddp

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Hausbäume verleihen auch kleinen Grundstücken Charakter

13.04.2006 Bäume gehörten früher wie selbstverständlich zu jedem Haus. Egal ob Geburt oder Hochzeit, zu vielen Anlässen wurden Hausbäume gepflanzt. Kein Wunder: Die grünen Riesen waren symbolträchtig. So galten etwa Eichen als heilige Bäume - sie standen für Kraft und Willensstärke. Die Linde wurde als Schutz- und Familienbaum geschätzt, der Glück und Gesundheit bringen sollte.
Auch wenn Eichen und Linden heute die Dimension vieler Hausgärten sprengen, muss niemand auf einen Baum verzichten. Denn es gibt zahlreiche kleinwüchsige Pflanzalternativen, wie Peter Uehre berichtet. "Der Reiz des Hausbaums ist, dass er dem Gebäude und damit seinem Eigentümer einen besonderen Charakter verleiht", sagt der Fachreferent Baumschule der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen im Gartenbauzentrum Westfalen-Lippe. Zudem können die besonderen Haushüter als Windschutz und Schattenspender dienen. Die Faszination eines Baums geht oft von seiner Gröáe aus. Damit auch die kleinkronigen Exemplare viele Blicke auf sich ziehen, sollten sie durch eine schöne Blüte, interessante Früchte, ihr Laub, ihre Rinde oder ihren Wuchs auffallen, betont der Fachmann. Wichtig ist, beim Kauf in der Baumschule stets gezielt nach kleinwüchsigen Exemplaren zu fragen. Von denen gibt es mehr, als viele annehmen. Besonders pflegeleicht und wegen ihrer Form als Hausbaum interessant sind Kugelahorn und Kugelakazie. "Ihre Kronen erreichen maximal einen Durchmesser von drei bis vier Metern", sagt Uehre. Wer den Baum regelmäáig stutzt, kann einen Durchmesser von maximal zwei Metern halten. Eine formal wirkende und Platz sparende Gestaltung gelingt auch mit der Säulenhainbuche. Wer es eher bizarr mag, kann einen Weiá- oder Rotdorn wählen. Besonders kleinwüchsig ist der Ginkgo "Mariken", der nur einen Kronendurchmesser von einem Meter erreicht. Auch eine Zierhängekirsche findet in kleinen Gärten Platz. Als Stammschönheiten empfiehlt Uehre die Kupfer-Birke oder die Wildbirne China. Mit besonders auffallenden Blättern können unter anderem der schmalkronige Rot-Ahorn, die Kupfer-Felsenbirne, die Scharlach-Eiche oder die Haselnuss aufwarten. Letztere zeichnet sich zudem - wie viele Obstgehölze, die sich oft ebenfalls gut als Hausbaum eignen - durch ihren Fruchtschmuck aus. Bei der Wahl des Standorts gilt: Formal wachsende Bäume machen sich besonders gut im Doppelpack als flankierende Elemente. Bäume mit ausgefallenem Wuchs wirken gut, wenn sie an exponierter Stelle gepflanzt werden. Mit Blick auf den ausgewachsenen Zustand muss aber immer auf den Abstand zum Haus geachtet werden. Grundsätzlich gedeihen die kleinkronigen Hausbäume Uehre zufolge fast überall. Allerdings: Die relativ langsam wachsenden Bäume sind keine Pionierpflanzen. "Der Grund sollte daher aus guter Gartenerde bestehen und mit Blick auf gefährliche Staunässe etwa einen Meter tief gelockert sein", rät der Baumexperte. šbrigens: Wer umzieht, kann seinen Hausbaum zuweilen mitnehmen. "Vier bis fünf Jahre nach der Pflanzung vertragen viele Bäume noch einen Ortswechsel." Nach sechs Jahren und mehr, sollte der Baum allerdings besser dem Nachmieter Schutz und Schatten spenden.
© ddp

Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb. Zitat Kurt Tucholsky



Acrylwanne nicht mit körnigem Scheuermittel reinigen

03.05.2006 Bade- oder Duschwannen aus Acryl sollten nur mit einem feuchten Tuch, klarem Wasser und einem flüssigen Reinigungsmittel gesäubert werden. Körnige Scheuermittel können zu Kratzern oder Abstumpfungen führen, wie der Internetdienst gutesbad.de warnt. Hat sich Kalk abgelagert, helfe ein Schuss Essig im Putzwasser.
Leichte Kratzer können mit speziellen Reinigungsmitteln und Polierpasten der Hersteller entfernt werden, schreiben die Fachleute. Bei tieferen Kratzspuren oder Brandflecken sei feines Sandpapier (Nr. 500) oder feine Stahlwolle nötig. Glänzende Oberflächen müssen mit einer Spezial-Polierpaste nachbearbeitet werden.
© ddp

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