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Was tun, wenn es brennt?

14.02.2006 Das Verhalten der Menschen bei einem Flugzeugabsturz vor dem Berliner Reichstag im Juli 2005 ist für den Sprecher der Berliner Feuerwehr Wolfgang Rowenhagen symptomatisch: Obwohl zahlreiche Passanten den Absturz beobachteten, habe nur ein einziger die Feuerwehr alarmiert. "Dabei gilt immer: Lieber ein Anruf zu viel als einer zu wenig," sagt der Fachmann.
Auch wenn es in den eigenen vier Wänden brennt, sollte als erstes der Notruf 112 gewählt werden, mahnt der Experte. "Viele schrecken davor zurück, weil sie fürchten, für den Einsatz zahlen zu müssen", sagt Rowenhagen. Aber dem sei nicht so. "Selbst wenn der Brand beim Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht ist, entstehen keine Kosten für den Einsatz". Im Brandfall ist Ruhe und Umsicht gefragt. Doch wie verhält man sich bis zum Eintreffen der Feuerwehr richtig? Brennt es in der Wohnung müssen Mitbewohner gewarnt und das Haus zügig verlassen werden. Wenn möglich sind die Fenster und Türen des Brandraums zu schlieáen, damit sich Feuer und Rauch nicht weiter ausbreiten können. Bei einem verqualmten Treppenhaus heiát es hingegen: In der Wohnung bleiben. Die Flucht durchs Treppenhaus ist absolut tabu. "Man verliert im Rauch die Orientierung. Es reichen wenige Atemzüge, um das Bewusstsein zu verlieren", warnt der Fachmann. "Man sollte die Wohnungstür bei einem Treppenhausbrand geschlossen halten, die Feuerwehr in der Wohnung erwarten und sich am Fenster oder Balkon bemerkbar machen." Wer fit und couragiert ist, kann versuchen, kleinere Brände selber zu löschen. Doch was ist zum Löschen geeignet? "Wenn es brennt, ist Schnelligkeit gefragt. Da kann das Blumenwasser aus der Vase oder die Cola der richtige Helfer sein", sagt Rowenhagen. Herkömmliche Decken sind dem Experten zufolge meist ungeeignet, um die Flammen zu ersticken. Sie enthalten oft zu viel Kunststoff und sind daher selbst leicht entflammbar. Haben Elektrogeräte Feuer gefangen, darf nicht mit Wasser gelöscht werden, bevor der Stecker gezogen oder die Sicherung ausgeschaltet ist. Auch bei brennendem Fett ist Wasser tabu. "Es verdampft explosionsartig", warnt Rowenhagen. Stattdessen heiát es hier ebenso wie bei brennenden Kochtöpfen: Herd ausschalten, Topf zum Ersticken der Flammen mit dem Deckel verschlieáen und von der Platte ziehen. Sinnvolle Hilfsmittel für den Laien, um Entstehungsbrände zu löschen, sind Rowenhagen zufolge Feuerlöscher und ergänzend Löschdecken. Für Privathaushalte empfiehlt er Ein-Kilogramm-Feuerlöscher (schwerere Geräte sind auch schwerer für den Laien zu handhaben), mit denen sich nachweislich Brände der Brandklassen A, B und C bekämpfen lassen. Diese Angaben sind auf dem Gerät als Piktogramm vermerkt. Der beste Feuerlöscher ist nutzlos, wenn man ihn nicht zu bedienen weiá. Daher gilt: Gebrauchsanweisung aufmerksam lesen. Qualifizierte Anbieter weisen zudem beim Kauf in den richtigen Umgang ein oder führen das Gerät sogar vor. Löschdecken sind in einem Standardmaá erhältlich und mehrfach nutzbar. Lediglich ganz alte Exemplare sollten sicherheitshalber ausgetauscht werden. "Sie können Asbest enthalten", sagt Rowenhagen. Doch wichtiger als jeder Feuerlöscher oder jede Löschdecke ist dem Fachmann zufolge die präventive Ausrüstung der Wohnung mit Rauchmeldern. Die kleinen, preisgünstigen und leicht installierbaren Geräte können lebensrettend sein. Rowenhagens Faustregel: In einer bis 80 Quadratmeter groáen Wohnung, bei der alle Zimmer von einem Flur abgehen, reicht in der Regel als Minimum ein Rauchmelder. Ist die Wohnung verwinkelt und/oder gröáer, sollte unbedingt in mehrere Rauchmelder investiert werden. (ddp)
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Eine glasklare Sache

28.02.2006 Wenn die Werbung verschiedene Glasreiniger zum Aufsprühen als perfektes Mittel für streifenfreie Fenster anpreist, schüttelt Elisabeth Schönwiese den Kopf. Die Vorsitzende der Fachakademie für Gebäudemanagement und Dienstleistungen in Stuttgart ist Profi in Sachen Gebäudereinigung.
"Häufig werden die Mittel nur aufgesprüht und dann verwischt", sagt die Expertin. Die Chemikalien bleiben bei dieser Reinigung auf der Scheibe. "Und alles, was auf der Scheibe bleibt, ist letztlich für eine streifen- und schlierenfreie Optik hinderlich", betont Schönwiese. Sie rät, einige Spritzer Spülmittel ins Wasser zu geben. Dabei gilt: Stets erst Wasser, dann das Reinigungsmittel in den Eimer. Wie intensiv das Fenster bearbeitet werden darf, hängt vom Glas ab. "Normales Glas ist weniger empfindlich als Gläser, die über eine Spezialausrüstung wie Sonnenschutz oder Wärmedämmung verfügen", sagt die Gebäudereiniger-Meisterin. Auch Sicherheits- oder selbstreinigendes Glas muss besonders schonend behandelt werden, damit es nicht verkratzt und seine Sonderfunktion einbüát. Die Glasart kann man beim Vermieter erfragen. Fensterputzen bei extremer Wärme oder Kälte ist schwierig. "Bei Minusgraden sollte man darauf verzichten", rät Schönwiese. Profis, die auch bei kalter Witterung ans Werk gehen müssen, geben Zusatzmittel wie Spiritus ins Wasser. "Bei starker Sonneneinstrahlung besteht die Gefahr, dass die Fenster abtrocknen, bevor sie richtig sauber sind", sagt die Expertin. Effekt: Streifen bleiben zurück. In den Putzeimer gehört nur handwarmes Wasser. "Heiáes Wasser ist ohnehin kalt, wenn es auf die Scheibe kommt; die Energie verpufft. Profis nehmen nur kaltes Wasser." Das Fensterreinigen beginnt beim Rahmen. Auch hier ist Spülmittel die erste Wahl. Ist die Scheibe stark verschmutzt, kann sie zunächst grob abgefegt oder abgesaugt werden. Danach wird das Fenster mit dem Spülmittelwasser - es darf ruhig schäumen - von unten nach oben kräftig eingewaschen. Schönwiese rät, viel Wasser zu nutzen, damit es nicht schon vor dem Abziehen abtrocknet. Als Hilfsmittel ist der Expertin zufolge ein gut saugfähiger, weicher und sauberer Lappen geeignet. Ideal ist ein so genannter Einwascher mit Lammfell. "Das in der Waschmaschine waschbare Fell hilft, Fliegenschmutz und Žhnliches schonend zu lösen", sagt die Expertin. Anschlieáend werden mit einem Abzieher Feuchtigkeit und Schmutz entfernt (abgezogen). "Besonders gut ist ein Abzieher mit austauschbarem Gummi", sagt die Fachfrau. Ist das Gummi porös oder beschädigt, gibt es Streifen. Von Kombigeräten - Einwascher und Abzieher in einem - rät Schönwiese ab. Damit das Gummi lange intakt bleibt, ist es nach jedem Gebrauch mit klarem Wasser abzuspülen und trockenzureiben. Die Ecken und Seiten des Fensters werden zum Abschluss mit einem hochwertigen Kunstleder gesäubert, das zuvor in klarem Wasser ausgewaschen und gut ausgewrungen wurde. Bei sehr festem Schmutz kann ein Putzschwamm zum Einsatz kommen. Wichtig: Die Pad- oder Scheuerseite sollte weiá sein. "Je dunkler die Scheuerseite, umso schneller wird eine Oberfläche zerkratzt", sagt Schönwiese. Stahlwolle und andere mechanische Geräte aus Metall sind absolut tabu. Auch von Zeitungspapier als Helfer beim Fensterputz rät die Expertin ab: Die Druckerschwärze hinterlasse unschöne Spuren.
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"Nicht bei mir"

27.02.2006 Das Thema Sicherheit von Häusern und Wohnungen ist angesichts der nach wie vor hohen Zahl von Einbrüchen aktueller denn je. Darauf weist auch die bundesweite Initiative für aktiven Einbruchschutz "Nicht bei mir" hin, in der sich die Verbände der Sicherheitswirtschaft und die Polizei zusammengeschlossen haben.
Bei der Sicherheit sollte auf keinen Fall gespart werden, raten die Experten. So kostet beispielsweise das Sicherheitspaket für ein Einfamilienhaus zwischen 1500 und 2500 Euro. Ein Mehraufwand, der sich lohnt. Zu dem Paket gehören eine Einbruch hemmende Haustür inklusive eines Schlieázylinders mit Sicherheitskarte sowie Fenster mit Pilzkopfbeschlägen im Erdgeschoss. Wirkungsvollen Schutz bietet auch eine Alarmanlage, die Einbrüche, Rauch oder Gas meldet und das Signal an den abwesenden Besitzer oder einen Sicherheitsdienst weiterleitet. Die Kosten für solch eine Anlage liegen bei rund 2500 Euro. Sicherungen lassen sich auch nachträglich einbauen. Rund 200 bis 300 Euro pro Fenster und an die 750 Euro für die Haustür muss der Eigenheimbesitzer für die Nachrüstung einplanen. Wenn die Sicherungstechnik zu einem späteren Zeitpunkt eingebaut werden soll, ist es vorteilhaft, bereits in der Bauphase diesbezügliche Vorkehrungen zu treffen und beispielsweise Leerrohre installieren zu lassen. Das spart Zeit und vermeidet unansehnliche Notlösungen. Die Initiative weist generell darauf hin, dass der Einbau von Sicherheitstechnik immer vom Fachmann erfolgen sollte. Unter der Internetadresse nicht-bei-mir.de werden Bauherren herstellerneutral über einen aktiven Einbruchschutz informiert. Auáerdem gibt es Links zu polizeilichen Beratungsstellen.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. Zitat Mahatma Ghandhi


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