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Mietschulden steigen17.02.2006 Wirtschaftsflaute sowie anhaltend hohe Arbeitslosigkeit hinterlassen ihre Spuren auch auf dem Wohnungsmarkt. So kämpfen Vermieter mit einer wachsenden Zahl von Mietern, die ihre Miete nicht regelmäáig zahlen können oder - wollen. Der Eigentümerverband Haus&Grund summiert die Mietschulden auf 2,2 Milliarden Euro, doch so genau weiß das niemand. Es gibt kein zentrales Register.Dabei setzt sich das Gros der Mietschuldner nicht aus Sozialhilfeempfängern, Einkommensschwachen oder Arbeitslosen zusammen. Diese Bevölkerungsgruppen lassen es in der Regel nicht so weit kommen, beantragen rechtzeitig öffentliche Unterstützung. "Die Mehrzahl der Mietschuldner sind oft Mieter, die nicht zahlen wollen", meint Hans-Joachim Zillich. Er ist Vorsitzender des Arbeitskreises Hausverwaltung beim Immobilienverband Deutschland (IVD), Land Thüringen, in Meiningen. Zillich macht seine These daran fest, dass vor allem in den Sommermonaten und im Dezember viele Mietzahlungen offen bleiben würden. Sein Verdacht: Die Leute fahren mit ihrem Geld lieber in Urlaub oder kaufen Geschenke. Möglicherweise sind sie beispielsweise im Dezember aber auch einfach finanziell überfordert, weil die Energiekosten ungeahnte Rekordmarken erreicht haben. Wie auch immer - bleibt die Miete aus, "sollte der Vermieter unverzüglich reagieren und eine Mahnung rausschicken", sagt Zillich. Das sieht allerdings Andreas Müller-Stein etwas anders. Der Bergheimer Anwalt rät: "Es ist immer besser, erst einmal mit dem Mieter zu reden und nach der Ursache zu fragen." So könne man gemeinsam nach Lösungen suchen. "Als Verbindungsmann kann auch ein Hausmeister dienen", meint Zillich. "Er könnte die Mahnung persönlich übergeben und zugleich die Gründe hinterfragen beziehungsweise die Miete persönlich eintreiben." Einige Wohnungsunternehmer hätten mit dieser Methode gute Erfahrungen gemacht, denn die Mieter würden direkt mit einer Person konfrontiert und nicht nur mit einem Brief - "und entsprechend peinlich ist ihnen in der Regel die Situation", so Zillich. In jedem Fall sollten Vermieter ergründen, ob es sich um eine momentane Notlage handelt oder "ob der Mieter womöglich längerfristig in finanziellen Schwierigkeiten steckt", erläuterte Anwalt Müller-Stein. Zudem kann geklärt werden, welche öffentlichen Stellen, etwa Sozialamt, Schuldnerberatungsstellen oder Wohnungsamt, dem Mieter finanziell unter die Arme greifen können. "Wenn es gelingt, auf diesem Weg dafür zu sorgen, dass die Miete wieder regelmäáig flieát, ist dies der Königsweg", sagt IVD-Sprecher Jürgen Schick. Die Alternative heiát fristlose Kündigung und Räumungsklage. Das aber ist in der Regel für den Vermieter mit groáem zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden. Abzüglich der aufgelaufenen Mietschulden schlagen beispielsweise die Zwangsräumung einer 55 Quadratmeter groáen Wohnung mit über 5000 Euro zu Buche, rechnet Schick vor: Neben den Mahnkosten fallen hierunter die Gerichtskosten sowie die Ausgaben für Entrümpelung und Möbeleinlagerung sowie die Ausgaben für Neuvermietung und Renovierung der Wohnung. Und die Wirklichkeit lehrt, dass entweder der Vermieter auf diesen Kosten sitzen bleibt oder sich die Schulden des Mieters weiter erhöhen. Und noch an eine Zahl erinnert Haus&Grund-Sprecher Diepenbrock: "98 Prozent aller Mietverhältnisse laufen reibungslos bis zum Schluss." (ddp) © ddp Köster Bauschlosserei Fehler beim Hausbau16.02.2006 Kaum ein Hausbau verläuft reibungslos. Dabei lassen sich zahlreiche Fehler mit der richtigen Beratung vermeiden. Der TšV Süd hat eine Liste klassischer Fehler beim Hausbau zusammengestellt. So sind nach Erfahrungen der Experten vom Immobilien-TšV viele Hauseigentümer über ihren Baugrund zu wenig informiert. Kaum einer könne sagen, wie weit sein Gebäude im Wasser steht.Negativklassiker Nummer zwei: Die Arbeiten sind zu wenig abgestimmt. Mauer, Feuchteabdichtung, Putz und Auáenanlagen - im Extremfall kümmern sich vier verschiedene Firmen oder Handwerker um diese Angelegenheiten, berichten die Fachleute. Die Folge: Misslingt die Abstimmung und fehlt eine detaillierte Planung für Wärmedämmung und Feuchteschutz können Wasser- und Frostschäden die Folge sein. Auch eine zu geringe Abdichtung der Balkone zählt nach Erfahrung der Experten zu den besonders häufigen Baufehlern. Gleiches gilt für die Dachabdichtung. "Um Schimmel im Dachstuhl vorzubeugen, ist eine äuáerst saubere Abdichtung vonnöten", mahnen die Experten. Schon daumengroáe Löcher in den Folienebenen könnten die Ursache für Tauwasseransammlung und damit Schimmelbildung sein. (ddp) © ddp Badspiegel Spaten, Häufler, Harke15.02.2006 Gartenarbeiten können leicht zu Rückenschmerzen führen. Oft ist eine falsche Körperhaltung oder falsches Arbeitsgerät die Ursache. Gartenarbeiten sollten nicht in gebeugter Haltung verrichtet werden, rät die Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Besser sei es, in der Hocke statt stehend zum Beet niedergebeugt zu arbeiten. Wichtig ist den Experten zufolge auch die richtige Stiellänge der Arbeitsgeräte.So sollten Grabegeräte wie Spaten oder Grabegabel der aufrecht stehenden Person bis zum unteren Rippenbogen reichen. Alle Geräte, die aufrecht stehend, ziehend oder schwingend eingesetzt werden, wie Hacke, Harke oder Grubber gehen dem Gärtner im Idealfall mindestens bis zum Kinn, besser aber noch bis zur Stirn. Bei Reihenziehern, Häuflern, Vertikutierrechen, Rasenkantenschneidern und Laubbesen gilt für die Ideallänge die Faustregel: Stirnhöhe plus 30 Zentimeter. (ddp) © ddp Wer in der wirklichen Welt arbeiten und in der idealen leben kann, der hat das Höchste erreicht. Zitat Ludwig Börne |




















